Wie beeinflusst hybrides Arbeiten den Energieverbrauch von Unternehmen? Dieser Frage ist IWG, einer der weltweit größten Anbieter von Lösungen für hybrides Arbeiten, nachgegangen. Befragt wurden mehr als 500 Führungskräfte und Facility Manager in Unternehmen, die hybride Arbeitsmethoden eingeführt haben. Und tatsächlich: Der durchschnittliche Energieverbrauch in diesen Unternehmen ist seit der Einführung hybrider Arbeitsformen um 19 Prozent gesunken ist, sagt die Studie. Als wichtigsten Grund dafür hat die Untersuchung ausgemacht, dass hybrides Arbeiten es den Unternehmen ermöglicht, große Büroflächen im Stadtzentrum durch kleinere, energieeffizientere Räume, einschließlich flexibler Arbeitsbereiche, zu ersetzen.
Die Studie belegt damit die erheblichen ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile für Unternehmen, die von teuren Büroflächen in den Stadtzentren zu hybriden Arbeitsmodellen übergehen. Dabei werden kleinere, regionale Büros und Co-Working-Gebäude an strategischen Standorten in der Nähe des Wohnorts der Mitarbeiter genutzt.
Mark Dixon, CEO von IWG, resümiert: „Die globale Umstellung auf hybride Arbeitsformen bringt nicht nur erhebliche Produktivitäts- und Finanzvorteile für die Unternehmen und eine bessere Work-Life-Balance für die Mitarbeiter, sondern auch erhebliche Vorteile für die Umwelt. Diese jüngste Studie bestätigt, dass Unternehmen, die das Hybridmodell eingeführt haben, ihren Energieverbrauch bereits erheblich reduziert haben.“
Büroflächen und Einsparungen
Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) hat ihre traditionelle Bürofläche um ein Viertel (25 Prozent) verkleinert, was zu einer Senkung des Energieverbrauchs und der Betriebskosten geführt hat. Weitere 19 Prozent haben sogar noch größere Einsparungen erzielt, indem sie die Bürofläche um 26 bis 50 Prozent verkleinert haben. Ein überwältigender Anteil von 84 Prozent gab an, dass hybrides Arbeiten der Schlüssel zur Verringerung des Gesamtenergieverbrauchs und des CO2-Fußabdrucks ihres Unternehmens war. 79 Prozent der Unternehmen erklärten, dass sie beabsichtigen, weitere Möglichkeiten zur Verringerung des Energieverbrauchs zu erkunden, wie zum Beispiel die Verkleinerung ihrer bestehenden Büroräume oder die Erleichterung des Zugangs zu flexiblen Arbeitsräumen.

Mark Dixon, CEO von IWG, sieht noch weitere Vorteile über die Verkleinerung der Büroflächen hinaus: „Die Umweltvorteile des hybriden Arbeitens enden damit nicht. Frühere Untersuchungen von Arup haben gezeigt, dass dieses Modell das Potenzial hat, die arbeitsbedingten Kohlendioxid- Emissionen eines Arbeitnehmers um 90 Prozent zu reduzieren, indem es ihm ermöglicht, in der Nähe seines Wohnortes zu arbeiten und seine Zeit zwischen einem lokalen Arbeitsplatz und seinem Zuhause aufzuteilen.“
Kleinere, regionale flexible Arbeitsplätze weisen eine höhere Belegungsrate und folglich geringere Emissionen pro Mitarbeiter auf. Eine vorangegangene IWG-Umfrage hat zudem ergeben, dass nur jeder Fünfte bereit ist, täglich mehr als 30 Minuten zu pendeln, während 60 Prozent einen Arbeitsplatz wünschen, der weniger als 15 Minuten von zu Hause entfernt ist.
Arbeitszeitszenarien und wohnortnahe Arbeitsplätze
Auch die Verringerung der Kohlendioxidemissionen durch einen wohnortnahen Arbeitsplätz lässt sich beziffern, hat eine Umweltverträglichkeitsstudie von IWG und ARUP mit dem Titel „The Future of Work“ im Vorjahr herausgefunden. Dafür wurden vier Szenarien mit einer unterschiedlichen Verteilung der Arbeitszeit untersucht und auch die gegenläufigen Energieverbräuche im Homeoffice in den Blick genommen:
1. Traditionelles 5-Tage-Pendeln: Der Arbeitnehmer ist das ganze Jahr über in seinem Büro im Stadtzentrum, was die typischen Arbeitsmuster vor der Pandemie widerspiegelt.
2. Zuhause und Hauptsitz: Der Mitarbeiter teilt seine Zeit 50:50 zwischen einem Büro im Stadtzentrum und seinem Zuhause auf. Zu Hause sind die Verkehrsemissionen gleich Null. Die Emissionen aus der Wohnung des Mitarbeiters steigen jedoch an, um den erhöhten Heiz-, Kühl- und Geräteverbrauch zu berücksichtigen.
3. In der Nähe des Wohnorts: Der Arbeitnehmer teilt seine Zeit zwischen seinem Wohnsitz und einem lokalen Arbeitsplatz auf, wodurch sich sein Pendelverhalten ändert. Da der lokale Coworking Space eine höhere Belegungsrate hat als das Büro im Stadtzentrum, sind die Gebäudeemissionen geringer als bei einem Arbeitsplatz in der Innenstadt.
4. Hauptsitz, lokaler Arbeitsplatz und Zuhause: Der Mitarbeiter teilt seine Zeit zwischen allen drei Arbeitsorten auf, wobei er den lokalen Arbeitsplatz und sein Zuhause viel häufiger aufsucht als das Büro im Stadtzentrum, das er nur an 10 Prozent seiner Arbeitstage nutzt.
Ein wichtiges Ergebnis der Studie lautete: Aufgrund einer Verringerung der Gebäude- und Verkehrsemissionen ließen sich durch wohnortnahe Arbeitsplätze CO2-Emissionen in Manchester um bis zu 70 Prozent, in Los Angeles um 87 Prozent, in New York City um 82 Prozent und in Atlanta um fast 90 Prozent senken.

Über IWG
IWG ist einer der führenden Anbieter von hybriden Arbeitslösungen und Arbeitsplatzmarken. Das Netzwerk der IWG umfasst rund 4.000 Standorte in mehr als 120 Ländern. Zu den Marken von IWG gehören unter anderem Regus, Spaces, HQ und Signature.