Iris startet AV-Plattform für cloudbasierte PTZ-Steuerung

Mit Iris ist eine neue AV-Plattform verfügbar, die jede PTZ-Kamera in ein cloudverbundenes, KI-gestütztes Produktionswerkzeug verwandeln soll. Ziel ist es, die bislang heterogene Welt aus proprietären Steuerprotokollen, lokaler Hardware und manuellem Kamera-Setup durch eine einheitliche, browserbasierte Lösung zu ersetzen. Die Plattform startet mit breiter Unterstützung führender PTZ-Hersteller wie AIDA, BirdDog, Bolin, BZBGear, Everet, HDKATOV, Lumens, Marshall, NEOiD, Telycam und Z CAM.

Kaleidoskop von PTZ-Kameras(Bild: Iris)

Dem Anbieter zufolge ermöglicht Iris die zentrale Steuerung nahezu jeder PTZ-Kamera – unabhängig von Marke oder Modell. Sie erlaube damit Produktionen, bei denen ein einzelner Operator mehrere Standorte betreuen kann. KI-gestützte Funktionen etwa für Framing oder Objekttracking sollen insbesondere kleineren Teams oder Anwendern ohne tiefes technisches Know-how professionelle Ergebnisse ermöglichen.

Der Zugriff erfolgt über eine Browseroberfläche; Iris-fähige Kameras sollen sich ohne zusätzliche Hardware zudem direkt mit der Cloud verbinden.

Interoperabilität und Kompatibilität

Für Kameras ohne integrierte Iris-Firmware steht ein Desktop-Dienstprogramm bereit, das laut Iris über 300 Modelle im Netzwerk erkennt und einbindet. So sollen sich auch Bestandsgeräte oder Drittanbieter-Hardware in automatisierte Workflows integrieren lassen.

Iris adressiert ein breites Spektrum: Live-Streams in Gotteshäusern, Hörsaalaufzeichnungen, Corporate Communications über mehrere Standorte, Medienproduktionen oder Remote-Interviews. Dank Cloud-Zugriff sollen Teams in Echtzeit zusammenarbeiten und skalieren können, ohne zusätzliche Vor-Ort-Infrastruktur aufbauen zu müssen.

Die Plattform ist ab sofort unter tryiris.ai verfügbar. Neben einem gestaffelten Preismodell bietet Iris eine kostenlose Stufe für Anwender mit nur einer Kameraquelle.

Quelle: COM! – Das Computer Magazin