Reibung an Korngrenzen als Ursache für zeitweise Änderungen der seismischen Geschwindigkeit

Einem internationalen Team um Manuel Asnar, GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, ist mit Laboruntersuchungen im Hochdrucklabor des GFZ ein Durchbruch gelungen: Mit ihrem Untersuchungsaufbau konnten die Forschenden seismische Wellengeschwindigkeiten in einem nur wenige Zentimeter großen Sandstein-Zylinder für verschiedene Ausbreitungsrichtungen mit hoher Genauigkeit messen. So fanden sie heraus, wieso sich die seismischen Wellengeschwindigkeit kurz nach einem Erdbeben verlangsamt und danach wieder auf Normalmaß zurückkehrt. Die Ergebnisse spielen auch eine Rolle für Bauwerksstabilität.
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft