Belüftung des Nordatlantiks nimmt ab – Langsamere Erneuerung des Tiefenwassers möglicherweise Signal des Klimawandels

Die Tiefenwassererneuerung im Nordatlantik hat sich deutlich verlangsamt. Das belegt eine neue Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Demnach nimmt das „Alter“ der Wassermassen im Nordatlantik seit den 1990er-Jahren kontinuierlich zu, was einen Hinweis auf eine Abschwächung des atlantischen Strömungssystems gibt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Trend nicht allein auf natürliche Schwankungen zurückzuführen ist, sondern ein Signal des menschengemachten Klimawandels darstellt. Eine verlangsamte Ozeanzirkulation hat weitreichende Folgen für die Klimaregulation sowie für Sauerstoffversorgung und Kohlenstoffaufnahme des Ozeans.
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft