Zwischen Kompass und Bibel – UDE-Theologe übersetzt Mercators religiöses Hauptwerk

Gerhard Mercator löste Ende des 16. Jahrhunderts ein zentrales Problem der Seefahrt: Seine gleichnamige Projektion ermöglichte es erstmals, Meeresrouten auch über große Distanzen hinweg mit Lineal und Kompass zu planen. Der berühmte Kartograf, dessen Karten zum großen Teil in Duisburg entstanden, war jedoch auch theologischer Autodidakt. Als solcher setzte er sich mit dem biblischen Römerbrief auseinander. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Handschrift wiederentdeckt. Dr. Marcel Nieden, Professor für Historische Theologie am Institut für Evangelische Theologie der Universität Duisburg-Essen, hat das religiöse Hauptwerk Mercators erstmals ediert* und ins Deutsche übersetzt.
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft