Der Lichtsteuerungsspezialist Avolites hat mit Prism ein neues Medienkontroll-Interface vorgestellt. Die Software soll Anwendern einen intuitiven Zugang zu dynamischen visuellen Inhalten ermöglichen – auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse. Hintergrund ist laut Avolites eine wachsende Zahl von Produktionen, bei denen Licht, Video und Pixel-Mapping als Teil derselben kreativen Umgebung zusammenspielen müssen, oft ohne dediziertes Medienteam. Für Designer, Operator und Show-Teams ohne spezialisierte Medienerfahrung könne dies Medienworkflows einschüchternd, zeitaufwendig oder schwer zugänglich erscheinen lassen.
Prism wurde Avolites zufolge entwickelt, um genau das zu ändern: Mit der für Licht- und Videoprofis gleichermaßen ausgelegte Software „wollten wir Medienkontrolle zugänglich machen, ohne die kreativen Möglichkeiten der Anwender einzuschränken“, erläutert Jon Hole, Product and Marketing Manager bei Avolites.
Avolites verweist dabei auf 15 Jahre Erfahrung in der Integration von Live-Licht und Medien, unter anderem bei zwei Olympia-Eröffnungsfeiern sowie Produktionen für Coldplay, Maluma, das Rio Hotel Las Vegas und The Script. Prism baue auf dieser Expertise auf und mache kreative Medienkontrolle einem breiteren Anwenderkreis zugänglich.
Eigenständig oder vernetzt einsetzbar
Wird Prism über die Avolites-Vernetzungslösung Synergy mit der Lichtsteuerungssoftware Titan verbunden, lässt es sich laut Hersteller direkt in die bestehende Avolites-Umgebung integrieren: Licht und Medien laufen dann innerhalb eines gemeinsamen Show-Workflows, statt als getrennte Systeme nebeneinander bedient zu werden. Bildschirme, Displays und pixelgemappte Fixtures lassen sich dadurch enger mit der Konsole und dem Lichtdesign verzahnen.
Prism lässt sich darüber hinaus auch als eigenständige Medienkontrollplattform betreiben und eignet sich damit laut Avolites unter anderem für Live-Shows, Touring-Rigs, Venues, Clubs, Theater, Museen, Galerien, Attraktionen und Installationen.
Zu den zentralen Funktionen zählen ein visueller Workflow, die Titan-Integration über Synergy, Pixel-Map-Anpassungen, Timecode-Triggering sowie ein Media Manager mit breiter Formatunterstützung, darunter HAP, NotchLC und DXV. AiM-Encoding soll für flüssigere High-Resolution-Wiedergabe sorgen, ergänzt um 10-Bit-Farbunterstützung, anpassbare Surfaces, Layer und Regionen, 17 Blend-Modi sowie Ausgabeoptionen über physische Outputs, NDI und RTSP.
Der Zugang zu Prism ist an zwei neue Produktlinien gekoppelt: die AvoKey Collection und die Travel Collection. Beide gibt es in je drei Ausbaustufen – A1+, A2+ und A3+ bei der AvoKey Collection sowie T1+, T2+ und T3 Bundle bei der Travel Collection. Sie unterscheiden sich in der Zahl der freigeschalteten Display-Outputs: Die jeweils kleinste Stufe (A1+ beziehungsweise T1+) schaltet einen Display-Output frei, die mittlere Stufe (A2+/T2+) zwei und die größte Stufe (A3+/T3 Bundle) drei.
Auf der leat con 26 vom 6.–8. Oktober in Hamburg ist Avolites in Halle A1 auf Stand D07 zu finden: Hallenplan
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