Der Münchner Value Added Distributor Concept International hat den Giada AF708 ins Sortiment aufgenommen. Der lüfterlose Android-Rechner verfügt über eine NPU mit bis zu 6 TOPS und kann KI-Modelle lokal ausführen, ohne Daten in die Cloud zu geben. Über HDMI 2.0 gibt das Gerät Bild in 4K-Auflösung aus. Erhältlich ist es ab 375 Euro netto.
Im Einzelhandel lässt sich der Rechner nach Angaben des Anbieters für die kamerabasierte Messung von Kundenströmen einsetzen. An Self-Checkout-Kassen kann er die Betrugserkennung durch KI-gestützte Produkterkennung unterstützen. Da die Auswertung lokal erfolgt, soll sich eine DSGVO-konforme Datenverarbeitung ohne Cloud-Anbindung umsetzen lassen.
Über Retail-Anwendungen hinaus adressiert der Hersteller Video Analytics, Logistik, Smart-City-Anwendungen und Outdoor-Infrastruktur. Genannt werden unter anderem Verkehrszählung, Parkraumüberwachung und die Steuerung von Straßenbeleuchtung, im Energiesektor das Monitoring von PV-Anlagen und Windparks.
In der Produktion kommt das Gerät für die KI-basierte visuelle Qualitätskontrolle infrage, in der Logistik für die Überwachung von Förderbändern oder das Tracking von Paketen.
Rockchip RK3576 und Android 14
Der AF708 arbeitet lüfterlos in einem Temperaturbereich von 0 bis 60 Grad Celsius und ist für den Dauerbetrieb rund um die Uhr ausgelegt. Die Versorgungsspannung von 12 Volt macht ihn nach Herstellerangaben mit vielen Fahrzeugen kompatibel, per AC-DC- oder DC-Netzteil lässt er sich auch in Schaltschränke und Maschinen integrieren.
Im Gehäuse mit den Abmessungen 162 mal 130 mal 60 Millimeter arbeitet ein Prozessor vom Typ Rockchip RK3576, der einen Quad-Core Cortex-A72 mit einem Quad-Core Cortex-A53 kombiniert. Hinzu kommen 4 GB LPDDR4x-Arbeitsspeicher onboard und 64 GB eMMC-Speicher. Als Betriebssystem läuft Android 14, optional ist Debian 12 verfügbar.

Vier COM-Ports und acht GPIOs
Auf der Anschlussseite bietet das Gerät vier COM-Ports, davon zwei nach RS232 und zwei nach RS485, zwei vierpolige CAN-Anschlüsse sowie acht bidirektionale GPIOs. Über die DIO-Schnittstelle lassen sich Triggersignale für Sensoren und Aktoren übertragen, etwa zur Steuerung von Maschinen, zur Anbindung von Toren und Schranken oder als Alarmauslöser.
Hinzu kommen zwei LAN-Ports mit 1 GbE, WLAN und Bluetooth sowie fünf USB-Anschlüsse. Der HDMI-2.0-Ausgang unterstützt eine maximale Auflösung von 4096 mal 2160 Bildpunkten bei 60 Hz.














































































































































































