Anatomie einer Katastrophe – Internationale Studie zur Sturzflut in Uttarakhand/Indien im Februar 2021

Eine außergewöhnliche Fels- und Eislawine und ein Murgang lösten die Naturkatastrophe von Chamoli im indischen Himalaya Anfang des Jahres aus, zerstörten die Infrastruktur und ließen mehr als 200 Menschen tot oder vermisst zurück. Eine detaillierte Analyse der Verkettung der Ereignisse zeigt nun, dass der Klimawandel Katastrophen in Gebirgsregionen mit zunehmender Entwicklung wahrscheinlicher macht. Die Studie eines internationalen Wissenschaftsteams mit Beteiligung der Universität Potsdam wurde jetzt in „Science“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Literature advertisement

Abrupte Klimaschwankungen seit 2000 Jahren

Innerhalb der letzten zwei Jahrtausende sind verschiedene abrupte Klimaschwankungen nachweisbar. Der fortwährende Wandel des Klimas verzeichnete allein fünf große Klimaepochen und zahlreiche kleinere, die anhand von Klimadiagrammen nachvollzogen werden können:

– Klimaoptimum während der Römerzeit (200 v.Chr. – 400 n.Chr.),
– Klimaverschlechterung zur Zeit der germanischen Völkerwanderungen (400 – 800),
– Mittelalterliches Klimaoptimum (800 – 1300),
– allgemeine Klimaverschlechterung im 14. Jh. mit Kleiner Eiszeit (1450 – 1850),
– zeitgenössisches Klimaoptimum (seit 1850).

Die zugrundeliegenden Prozesse für das Auftreten und die Amplitude der Schwankungen sind umstritten, da als Ursache nicht die menschengemachte CO2-Emission in Frage kommt. Doch aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Sonnenaktivität ist nun eine Lösung in Sicht.

Hier geht es weiter …