07. September 2026/Kiel. Ein starkes Erdbeben nahe der arktischen Insel Jan Mayen hat im März 2025 einen massiven Felssturz ausgelöst. Die Geröll-Lawine begrub einen Teil des Kjerulf-Gletschers unter sich. Eine Studie dazu zeigt, dass der Klimawandel dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben dürfte: Die langfristige Erwärmung des Permafrosts hat das Gestein geschwächt und anfälliger für Erdbeben gemacht. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sich Naturgefahren in polaren Regionen verändern – mit möglichen Folgen für Gletscher- und Permafrostgebiete weltweit. Die Studie erscheint heute im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Abrupte Klimaschwankungen seit 2000 Jahren
Innerhalb der letzten zwei Jahrtausende sind verschiedene abrupte Klimaschwankungen nachweisbar. Der fortwährende Wandel des Klimas verzeichnete allein fünf große Klimaepochen und zahlreiche kleinere, die anhand von Klimadiagrammen nachvollzogen werden können:
– Klimaoptimum während der Römerzeit (200 v.Chr. – 400 n.Chr.),
– Klimaverschlechterung zur Zeit der germanischen Völkerwanderungen (400 – 800),
– Mittelalterliches Klimaoptimum (800 – 1300),
– allgemeine Klimaverschlechterung im 14. Jh. mit Kleiner Eiszeit (1450 – 1850),
– zeitgenössisches Klimaoptimum (seit 1850).
Die zugrundeliegenden Prozesse für das Auftreten und die Amplitude der Schwankungen sind umstritten, da als Ursache nicht die menschengemachte CO2-Emission in Frage kommt. Doch aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Sonnenaktivität ist nun eine Lösung in Sicht.







































































































































































