Unter Leitung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) wurde erstmals mit Klimasimulationen untersucht, wie 19 Binnenmeere, auch die Ostsee, auf den Klimawandel reagieren. Die Forschenden fanden heraus, dass die Meere sich seit den 2000er Jahren schneller erwärmen als der globale Ozean. Projektionen zeigen, dass marine Hitzewellen schon Mitte des 21. Jahrhunderts im Jahresmittel ca. 60 % dieser Meere betreffen werden. Ohne Einhaltung der Pariser Klima-Ziele wären bis zu 90 % der Meere von Hitzewellen betroffen. Die Studie trägt zur Anpassung des Managements im Rahmen des Klimawandels bei und wurde in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht.
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Abrupte Klimaschwankungen seit 2000 Jahren
Innerhalb der letzten zwei Jahrtausende sind verschiedene abrupte Klimaschwankungen nachweisbar. Der fortwährende Wandel des Klimas verzeichnete allein fünf große Klimaepochen und zahlreiche kleinere, die anhand von Klimadiagrammen nachvollzogen werden können:
– Klimaoptimum während der Römerzeit (200 v.Chr. – 400 n.Chr.),
– Klimaverschlechterung zur Zeit der germanischen Völkerwanderungen (400 – 800),
– Mittelalterliches Klimaoptimum (800 – 1300),
– allgemeine Klimaverschlechterung im 14. Jh. mit Kleiner Eiszeit (1450 – 1850),
– zeitgenössisches Klimaoptimum (seit 1850).
Die zugrundeliegenden Prozesse für das Auftreten und die Amplitude der Schwankungen sind umstritten, da als Ursache nicht die menschengemachte CO2-Emission in Frage kommt. Doch aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Sonnenaktivität ist nun eine Lösung in Sicht.












































































































































































