Außergewöhnliche Bestattungen aus Sachsen-Anhalt gewähren Einblick in Leben und Tod in der Bronzezeit

Eine neue Studie widmet sich den Körpergräbern der Späten Bronzezeit aus Esperstedt und Kuckenburg mittels DNA- und Isotopenuntersuchungen. Für die betrachtete Region in Mitteldeutschland ergeben sich Hinweise auf eine weitgehende Bevölkerungskontinuität seit der Frühbronzezeit. Erst in den späteren Abschnitten der Späten Bronzezeit treten Abstammungslinien aus dem mittleren Donauraum hinzu. In einem frühen Abschnitt der Späten Bronzezeit beginnt man, vor allem Rispenhirse anzupflanzen. Die genetischen Untersuchungen unterstreichen, dass dieser Wandel nicht durch einen Bevölkerungswechsel, sondern als Reaktion auf wirtschaftliche und Umweltbedingungen zu erklären ist.
Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft